Performance

Performance bezeichnet die Wertentwicklung eines Portfolios, einer einzelnen Anlage oder einer Anlagestrategie über einen bestimmten Zeitraum. Sie misst, wie sich das eingesetzte Vermögen entwickelt hat, und ist damit ein zentrales Beurteilungskriterium in der Vermögensanlage.

Performancearten

Die Performance wird in der Regel als prozentuale Rendite dargestellt und kann sowohl absolut als auch im Vergleich zu einer Benchmark betrachtet werden. Für eine sachgerechte Performanceanalyse ist es wichtig, zwischen Brutto- und Nettoperformance zu unterscheiden. Während die Bruttoperformance die reine Wertentwicklung abbildet, berücksichtigt die Nettoperformance zusätzlich Kosten, Gebühren und gegebenenfalls Steuern. In der professionellen Vermögenssteuerung – insbesondere im Family-Office-Kontext – ist die Nettoperspektive entscheidend, da sie die tatsächliche Vermögenswirkung widerspiegelt.

Verhältnis zum Risiko

Performance ist jedoch nicht isoliert zu betrachten. Erst im Zusammenspiel mit dem eingegangenen Risiko, der Volatilität und der Dauer der Anlage entfaltet sie ihre Aussagekraft. Deshalb werden häufig risikoadjustierte Kennzahlen wie Sharpe Ratio, Information Ratio oder Jensen’s Alpha herangezogen. Ebenso relevant ist der Vergleich mit geeigneten Benchmarks, um beurteilen zu können, ob die erzielte Performance auf Marktbewegungen oder auf aktive Managemententscheidungen zurückzuführen ist.

Eine transparente, konsistente Performanceanalyse bildet die Grundlage für Controlling, Managerselektion und strategische Entscheidungen und ist damit ein zentraler Baustein professioneller Vermögenssteuerung.

  • Benchmark

    Eine Benchmark ist ein zentraler Vergleichsmaßstab und dient als Richtgröße, um den Anlageerfolg eines Portfolios, einer Anlagestrategie oder eines externen Portfoliomanagers objektiv zu beurteilen. Sie bildet idealerweise dieselbe Anlageklasse, Region, Strategie oder dasselbe Risikoprofil ab wie das zu bewertende Portfolio. Typische Benchmarks sind breit anerkannte Indizes wie der MSCI World, der Euro Stoxx 50 oder der Barclays Global Aggregate Bond Index – ebenso klassische Aktienindizes, die in Publikumsfonds (ETFs) weit verbreitet sind.

  • Tracking Error

    Tracking Error misst die Abweichung der Wertentwicklung eines Portfolios von seiner Vergleichsgröße (Benchmark) und ist ein zentrales Risikomaß zur Bewertung aktiver Managementleistungen. Er wird statistisch als Standardabweichung (Volatilität bzw. Vola) der Differenz zwischen Portfolio- und Benchmarkrendite über einen bestimmten Zeitraum berechnet. Die Berechnung erfolgt in der Regel auf Basis prozentualer Renditedifferenzen.

  • Rendite-Risiko-Verhältnis

    Das Rendite-Risiko-Verhältnis beschreibt die Beziehung zwischen dem erwarteten Ertrag (Rendite) und dem eingegangenen Risiko einer Kapitalanlage. Es ist eine zentrale Kennzahl der Vermögensanlage, um die Effizienz und Angemessenheit einer Anlagestrategie zu bewerten. Ziel ist es, die bestmögliche Rendite bei einem definierten Risiko zu erzielen – oder umgekehrt, ein bestimmtes Renditeziel mit möglichst geringem Risiko zu erreichen.

  • Sharpe Ratio

    Die Sharpe Ratio ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung des risikoadjustierten Ertrags eines Portfolios, eines Fonds oder einzelner Investments. Sie misst, wie viel Überrendite – also Rendite oberhalb des risikolosen Zinssatzes – pro Risikoeinheit erzielt wurde. Das Risiko wird über die Standardabweichung der Renditen gemessen und bildet damit ein objektives Risikomaß. Die Berechnung erfolgt als Quotient aus Überschussrendite und Volatilität. Eine Sharpe Ratio von etwa 1 bedeutet, dass pro Prozent Gesamtrisiko ein Prozent zusätzliche Rendite erwirtschaftet wurde.

  • Jensen’s Alpha

    Jensen’s Alpha ist eine Kennzahl zur Bewertung der risikoadjustierten Performance eines Portfolios im Vergleich zu seiner Benchmark, basierend auf dem Capital Asset Pricing Model (CAPM). Sie misst den Mehrertrag eines Portfolios, der sich nicht durch das eingegangene Marktrisiko (Beta) erklären lässt – also den echten „Managementbeitrag“ über den erwarteten Marktertrag hinaus.

  • Information Ratio

    Die Information Ratio (IR) misst die risikoadjustierte Überrendite eines Portfolios im Vergleich zu seiner Benchmark – bezogen auf den Tracking Error, also die Volatilität der Abweichungen vom Referenzindex. Sie zeigt, wie effizient ein aktiver Manager Mehrwert (Alpha) im Verhältnis zum eingegangenen Abweichungsrisiko erzielt.

Stand: 07.02.2026 · Autor: Redaktion FamilyOffice.de · fachlich geprüft von: Dr. Robert Strauch