Substanzwertverfahren
Das Substanzwertverfahren ist ein Verfahren der Unternehmensbewertung, bei dem der Wert eines Unternehmens aus der Summe seiner vorhandenen Vermögenswerte abzüglich der Schulden ermittelt wird. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die zukünftige Ertragskraft, sondern die aktuell vorhandene Substanz des Unternehmens.
Ermittlung des Substanzwertes
Ausgangspunkt ist eine Inventarisierung aller Vermögensgegenstände, etwa Immobilien, Maschinen, Vorräte, Finanzanlagen oder liquide Mittel. Diese werden nicht mit Buchwerten, sondern mit aktuellen Wiederbeschaffungs- oder Verkehrswerten angesetzt. Anschließend werden sämtliche Verbindlichkeiten abgezogen. Das Ergebnis ist der Substanzwert als rechnerischer Nettovermögenswert des Unternehmens.
Praktische Bedeutung
Die Aussagekraft des Substanzwertes ist umstritten. In der Praxis dient das Substanzwertverfahren häufig als Untergrenze der Unternehmensbewertung. In der Praxis spielt er vor allem in der steuerrechtlichen Bewertung eine Rolle.