Marktzugang
Der Marktzugang beschreibt die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen, unter denen Anleger Zugang zu bestimmten Märkten, Anlageklassen oder einzelnen Investitionen erhalten. Er ist ein zentraler Faktor der Vermögensanlage, da nicht jede Anlageform allen Anlegergruppen gleichermaßen offensteht. Art und Umfang des Marktzugangs beeinflussen damit unmittelbar die Struktur, Diversifikation und Renditepotenziale eines Portfolios.
Puplic Markets
In den Public Markets ist der Marktzugang in der Regel offen und standardisiert. Über Börsen, Banken, Broker oder Online-Plattformen können Anleger relativ einfach in Aktien, Anleihen, ETFs oder Investmentfonds investieren. Voraussetzung sind meist ein Depot, die Erfüllung regulatorischer Anforderungen sowie ausreichende Liquidität. Die hohe Transparenz und Handelbarkeit erleichtern den Zugang, führen jedoch auch zu stärkeren Marktschwankungen und intensiverem Wettbewerb.
Private Markets
Demgegenüber ist der Marktzugang zu Private Markets häufig eingeschränkt. Private Equity, Private Debt, Infrastruktur oder bestimmte Immobilieninvestments stehen oft nur institutionellen oder vermögenden Anlegern offen. Gründe hierfür sind regulatorische Vorgaben, hohe Mindestinvestitionen, lange Kapitalbindungsdauern und komplexe Fondsstrukturen. Der Zugang erfolgt meist über spezialisierte Fonds, Family Offices oder direkte Beteiligungen.
Bedeutung von Family Offices
Family Offices spielen beim Marktzugang eine besondere Rolle. Sie bündeln Kapital, Expertise und Netzwerke, um Zugang zu exklusiven Investitionsmöglichkeiten zu ermöglichen, die einzelnen Anlegern verschlossen bleiben würden. Gleichzeitig prüfen sie sorgfältig Struktur, Risiken und Kosten des Zugangs.