Value Investing
Value Investing ist ein langfristiger Investmentansatz, bei dem Investoren gezielt nach unterbewerteten Aktien suchen, deren Marktpreis unter ihrem geschätzten inneren Wert liegt. Grundlage dieser Anlagephilosophie ist die Annahme, dass der Aktienmarkt nicht vollständig effizient ist und es regelmäßig zu Fehlbewertungen kommt – im Gegensatz zur strengen Auslegung der Markteffizienzhypothese.
Grundprinzip und Sicherheitsmarge
Zentrales Element des Value Investing ist die Sicherheitsmarge: Valueanleger investieren nur dann, wenn der Abstand zwischen Marktpreis und innerem Wert ausreichend groß ist. Diese Sicherheitsmarge soll vor Risiken, unerwarteten Entwicklungen und weiteren Kursrückgängen schützen. Der Investmentansatz setzt damit bewusst auf Vorsicht und Kapitalerhalt.
Fundamentalanalyse und Bewertungskennzahlen
Die Auswahl geeigneter Aktienwerte erfolgt über eine umfassende Fundamentalanalyse. Dabei werden Unternehmensbewertung, Geschäftsmodell, Marktstellung und langfristige Ertragskraft analysiert. Typische Bewertungskennzahlen sind das KGV oder Cashflow-Kennzahlen. Ziel ist es, unterbewertete Unternehmen mit solider Bilanz, stabilen Renditen und nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen zu identifizieren.
Value Investing als Anlagestil
Value Investing ist ein klar definierter Anlagestil, der sich von wachstumsorientierten Strategien unterscheidet. Während Growth-Investoren auf hohe zukünftige Wachstumsraten setzen, fokussieren Value-Investoren auf bereits bestehende Werte, konservative Annahmen und robuste Kriterien. Diversifikation spielt dabei eine wichtige Rolle, um Einzelrisiken zu begrenzen.
Bekannte Vertreter und langfristige Perspektive
Der bekannteste Vertreter des Value Investing ist Warren Buffett, der diesen Investmentansatz über Jahrzehnte erfolgreich angewendet hat. Seine Strategie zeigt, dass geduldiges Investing, basierend auf rationaler Analyse statt kurzfristiger Marktinformationen, langfristig attraktive Überrenditen ermöglichen kann.